Eier haben zu Ostern Hochsaison. Und auch sonst sind sie begehrt, ob solo als weiches Ei oder als wesentliche Zutat im Kuchen oder in der Panier vom Wiener Schnitzel. Höchste Zeit das Ei aufzuschlagen und zu schauen, was in ihm steckt.

Wissenswertes zum Hühnerei

 

  1. Hühnerleben: Schau auf´s Ei. Die am Ei verpflichtet aufgedruckte Ziffer sagt aus, wie das Huhn lebt. Die Ziffer 0 steht für Bio-Haltung, 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Die Buchstaben nach dem Bindestrich sagen, woher das Ei kommt. AT für Österreich, DE für Deutschland. Die restlichen Ziffern kennzeichnen den Produzenten. Bio-Eier kommen übrigens immer aus Freilandhaltung.
  2. Qualität: Bio-Hennen haben das beste Leben, auch wenn´s im Stall immer noch eng ist. Maximal 6 Hühner dürfen einen m² im Stall belegen und jede Henne sollte 10m² Platz im freien Auslauf haben. Wenn du das Glück hast, kannst du deine Eier bei einem kleinen Bauern kaufen. Dort haben die Hendln mit hoher Wahrscheinlichkeit ein noch besseres Leben und mehr Platz. Damit es ein gutes Ei gibt, spielt natürlich auch das Futter eine wichtige Rolle. Neben den Körndln und Würmern, die sie im Auslauf finden, bekommen die Hennen Bio-Getreidefutter. Und das ohne zugesetzte Farbstoffe. Deswegen ist der Dotter bei Bio-Eiern nicht ganz so gelb, dafür aber natürlich.
  3. Hühnerleid: Käfighaltung ist in Österreich seit 1. Jänner 2020 verboten. Besonders bei verarbeiteten Produkten kommt es leider immer noch vor, das Eier aus Käfighaltung genommen werden. Denn diese mit viel Tierleid verbundene Haltung ist nicht in allen Ländern verboten. Viele unverantwortliche Lebensmittelproduzenten greifen immer noch zu den billigen Eiern, für die die Tiere leiden müssen.
  4. Gefärbt: Die bunten im Handel angebotenen Ostereier müssen keine Kennzeichnung tragen. Deshalb kann hier durchaus das ein oder andere Ei aus Käfighaltung verkauft werden.
  5. Lagerung: Am besten bewahrst du Eier im Kühlschrank auf. Weit entfernt von stark riechenden Speisen, da Eier leicht Gerüche annehmen. Außer du hast Trüffel zuhause, dann ist das sogar eine ganz gute Idee. 😉 Eier halten in der Regel vier Wochen. Sind sie einmal aufgeschlagen, kannst du den Dotter mit kaltem Wasser bedeckt für zwei Tage im Kühlschrank stellen. Eiklar hält bis zu zwei Wochen. Du kannst aufgeschlagene Eier auch einfrieren, sie halten etwa vier Monate.
  6. Haltbarkeit: Auch bei Eiern gibt es eine Mindesthaltbarkeit. Die beträgt 28 Tage. Gerechnet wird ab dem Tag des Legens. Das heißt nicht, dass das Ei dann automatisch schlecht ist. Was die Frische betrifft, hilft ein Test. Das Ei in kaltes Wasser legen. Ist es frisch, bleibt es am Boden liegen. Steigt es auf und schwimmt an der Oberfläche, ist es schlecht. Stellt es sich im Wasser auf, ist es nicht mehr ganz frisch, aber noch in Ordnung. Am aufgeschlagenen Ei zu riechen, ob es faul ist, ist übrigens ein Unsinn. Wenn es faul ist, wirst du es sofort merken. Mir ist das einmal passiert, der Geruch ist so penetrant, da kommen keine Zweifel auf. Übrigens fühlen sich faule Eier ganz hohl an. Das liegt daran, dass die Flüssigkeit durch die poröse Schale verdunstet.
  7. Optik: Die Farbe der Schale sagt nichts über die Qualität. Sie hängt von der Hühnerrasse ab. In der Regel ist es so, dass braune Eier eine etwas festere Schale haben als weiße. Für den Geschmack spielt das keine Rolle.
  8. Wertvoll: Ein einziges Ei deckt 15% des täglichen Proteinbedarfs. Aus meiner Sicht ist es ein Superfood. Es schmeckt köstlich, ist unerlässlich in meiner Küche und tut unserer Gesundheit gut. Die Zusammensetzung der Nährstoffe von Dotter und Eiweiß geht deutlich auseinander. Das Eiweiß besteht hauptsächlich aus Wasser und nur wenig Protein, außerdem aus Natrium, Chlor und Kalium. Der Dotter liefert Protein, Fett und viele Vitamine, wie A, D, E und Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Phosphor. Es ist also einiges drinnen im Ei. Und wenn es den Hendln gut geht, können wir uns die Eier auch weiterhin schmecken lassen.

Deine Küchenfreundin Isi

Isi

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Ich koche mit Leidenschaft. Genießen mit Verantwortung ist mein Credo.

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