Ich kann es gar nicht leiden, wenn Lebensmittel schlecht werden, weil ich beim Einkaufen wieder einmal zu große Augen hatte. Ich hab’s mittlerweile ganz gut im Griff und versuche bevor Brot oder Gemüse verdirbt, noch etwas Gutes daraus zu machen. Eines dieser einfachen Rezepte ist ein Kipferlschmarrn. Alte Kipferl oder auch Semmel bekommen so neues, süßes Leben eingehaucht. Und je nach Qualität der Kipferl schmecken sie im Schmarrn oft noch besser.
Dieses und viele andere Rezepte zur Resteverwertung findest du in meinem Buch „Aufgegessen! Verwenden statt Verschwenden.“
Zutaten
4 kleine Dessertportionen
Schmarrn
- 3 altbackene Kipferl oder Semmeln (ca. 200 g)
- 2 Eier
- 120 ml Milch
- 1 Prise Salz
- 1 Packung Vanillezucker
- 2 EL Butter
- Staubzucker und Zimt zum Bestreuen
Zwetschkenröster
- 400 g Zwetschken oder Pflaumen
- ca. 40 g Kristallzucker (je nach Süße der Früchte)
- 1 kleine Zimtstange
- 1 Packung Vanillezucker
- Zitronensaft und Rum nach Geschmack
- 2 Nelken
Zubereitung
Schmarrn
Die Kipferl in kleine Scheiben schneiden. Milch mit Eiern und Vanillezucker versprudeln. Die Kipferlstücke darin einweichen, bis die Eiermasse komplett aufgesaugt ist. Das dauert etwa 10–15 Minuten. In einer Pfanne die Butter erhitzen und die Kipferl-Stücke bei mittlerer Temperatur auf beiden Seiten goldbraun braten. Zum Schluss noch ein wenig Staubzucker darüber streuen und die Kipferl-Stücke leicht in der Pfanne karamellisieren lassen.
Röster
Für den Röster die Zwetschken halbierten, die größeren vierteln und den Kern entfernen. Die Früchte mit allen Zutaten erwärmen und auf kleiner Flamme etwa 30 Minuten im eigenen Saft schmoren lassen. Vor dem Servieren die Nelken entfernen und den Röster auskühlen lassen.
Den Schmarrn mit dem ausgekühlten Zwetschkenröster servieren und nach Geschmack mit Staubzucker und Zimt bestreut servieren.
Tipp
Wenn du Semmeln verwendest, kannst du bereits zur Eiermilch 1 EL Zucker dazu geben.